Hallo Welt!

Willkommen auf meinem Blog „Weinliebe“.

Ich bin Julie Götze, 32 Jahre, weinverliebt und weinbegeistert. Aufgewachsen im idyllischen Rheinhessen, auf dem kleinen Weingut meiner Eltern und Großeltern.

Manche behaupten, der Wein war meine Muttermilch. Und tatsächlich habe ich meinen ersten Vollrausch schon im zarten Alter von 4 Jahren erlebt. An einem gemütlichen Sonntag Nachmittag, während meine Eltern „Weinkundschaft“ hatten, spielten mein großer Bruder und ich „Vater, Mutter, Kind“. Ich meine so richtig, mit allem drum und dran. Babypuppe, ein kleiner Tisch und Stühle, ein Puppengeschirr. Wir liebten es, heimlich „echte“ Dinge in unser Spiel mit einzubauen. Echte Geldmünzen, echten Kuchen. Und eben auch echte Getränke. Mein Bruder muss sich vertan haben und gab mir an Stelle von „echtem“ Traubensaft „echten“ Rebensaft. Irgendeinen lieblichen Wein, gleiche braune Flasche (in Rheinhessen sahen in den 80ern und frühen 90ern sowieso alle Flaschen irgendwie gleich aus). Mir scheint es auch geschmeckt zu haben – sehr wahrscheinlich habe ich mich über die Abwechslung sehr gefreut. Und munter aus dem Puppengeschirr getrunken, bis ich lachend und tanzend durchs Wohnzimmer gefallen bin, als meine Eltern von den Weinkunden in der „Probierstube“ kamen. Tja, wir hatten halt unsere eigene „Probierstube“ eröffnet. Ich kann mich nicht mehr erinnern, ob unsere Eltern geschimpft haben. Meine Mutter erzählt heute noch, dass alles geklebt haben muss. Der Boden, die Türgriffe. War sicher ’ne super Party, die „Mutter, Vater, Kind“ da veranstaltet haben. Eine echte Weinprobe eben. Der Mittagsschlaf gestaltete sich an diesem Tag dann etwas länger als üblich… 

Meine Liebe zum Wein war geboren!

Nun gut, vielleicht auf eine etwas ungewöhnliche Art und Weise und definitiv etwas zu früh. Doch wir Kinder waren regelmäßig mit unseren Eltern im Weinberg – und ich war stets mit großer Freude dabei. „Wingert“ heißen die Weinberge übrigens auf Rheinhessisch. Hochdeutsch konnte ich damals auch noch nicht. Aber das ist eben so, auf dem Land. Und Frankfurt war für uns Kinder unvorstellbar weit entfernt. Unser Leben fand auf dem Weingut statt, in den Feldern, den Kellern und Weingewölben. Wir bauten Weinberge und Weingüter aus Legosteinen und ernteten schon in sehr jungen Jahren unsere ersten Lego-Weine. Dass ich später einmal meine eigenen Weine machen würde, ahnte ich so früh noch nicht. Meine Eltern haben immer davon geträumt – aber dazu zu einem späteren Zeitpunkt mehr.

Weinliebe – die Liebe zum Wein.

Die Liebe zur Natur, in der die Weinreben wachsen. Dieser magische Zyklus, von Herbst zu Herbst, von Saison zu Saison. Ein seltsam kultiviertes Obst, aus dessen Saft man irgendwann ein edles Getränk gewonnen hat. Das Thema Wein ist so groß, so bunt, so vielfältig und geschichtsträchtig. Aber das Schönste am Wein ist: Er verbindet. Er weckt Emotionen. Er kann alles, von leicht zu kräftig, trocken zu restsüß, bodenständig zu abgehoben. Stilistisch mal geradlinig, mal markant und dominant. Ich freue mich darauf, mich hier diesem Thema ab nun fortlaufend zu widmen…

Julie.

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